| Rhenanias Geburtsstunde schlug, als der aktive Convent des Corps Onoldia (gegr. 1798) kurz nach dem 75. Stiftungsfest mit großer Mehrheit beschloß, das Prinzip des Lebenscorps (Verbot, nach Universitätswechsel bei einem weiteren Corps aktiv zu werden) aufzugeben. Die Altherrenschaft der Onoldia verweigerte die Zustimmung und ermächtigte die Convents-Minderheit mit der Weiterführung des Lebenscorps Onoldia neben dem Waffencorps Onoldia. Dieses fügte 1873 dem Band eine dritte Farbe (hellblau) hinzu, nahm den Namen Rhenania an und wurde 1874 in den Kösener Verband aufgenommen. Rhenania konnte sich als Waffencorps, das im Wesentlichen auf sich selbst gestellt war, über Generationen hinweg durchsetzen, bis es 1935, wie alle anderen waffenstudentischen Verbindungen, von der NS-Regierung verboten wurde. Leider wurde damals das schöne Corpshaus Glückstr.10 verkauft, um einer Enteignung zu entgehen. Heute wird es von der Universität genutzt. Rhenania hatte schon 1950 den Mut, sich zu rekonstituieren. Ein reges Aktivenleben entwickelte sich schnell. Ein Freundschaftsverhältnis mit Brunsviga wurde 1955 begründet. 1956 konnte das jetzige Corpshaus Atzelsberger Steige 8 bezogen werden. |